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VALDRESFLYE

Valdresflye und südöstliches Jotunheimen

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Weiße Gipfel und Einstieg nach Jotunheimen: Tyin/Eidsbugarden

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Tyinstølen

Die höchsten Berge Norwegens findet man im "Reich der Riesen" oder besser bekannt als Jotunheimen. Galdhøpiggen oder Glittertinden und die westlichen, zentralen und nördlichen Teile dieses Gebirges stellen wir unter Jotunheimen vor. Hier steht das nach Osten abflachende Jotunheimen mit den großen Seen Gjende oder Bygdin im Mittelpunkt. Die Valdresflye gibt dem Ganzen einen Namen, ohne es vollumfänglich richtig zu fassen. Denn wir beziehen das westliche Ende des Bygdinsees, und damit Eidsbugarden und den Tyinsee, hier mit ein. Z.B. der Falketind wird auch häufiger von Eidsbugarden begangen. - Uns fehlt zudem die hochalpine Erfahrung, um hier sinnvolle Beschreibungen geben zu können.

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Falketind

In Tyinkrysset haben wir die E16 verlassen und sind in Richtung Øvre Årdal abgebogen. Hier befinden wir uns auch genau im Übergang zwischen Vestlandet und Østlandet. Die Gegend um den Tyinsee u.a. hat recht schneereiche Winter, so dass die vielen Vergletscherungen leicht zu erklären sind. Am Tyin verläuft eine gut befahrbare unbefestigte Straße, die direkt nach Eidsbugarden führt. Dort, am Westende des Bygdinsees, besteht zum einen die Möglichkeit im Sommer das Boot nach Osten, also grob Richtung Valdresflye, zu nehmen. Oder man bewältigt den Weg direkt per Wanderungen. Die Olavsbu als Nahziel führt weit hinein nach Jotunheimen. Die Nordroute am Bygdin entlang nach Torfinnsbu oder zum berühmten Gjendesee nach Gjendebu. Das Ganze geht natürlich auch umgekehrt. Mehrtageswanderungen lassen sich hier recht gut über Hüttenübernachtungen organisieren. Eidsbugarden ist ideal zum Übernachten und im Sommer findet hier ein beliebtes Rock-Open-Air statt.

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Øystre Slidre

Wieder zurück auf der E16 fahren wir nach Südosten in die Region Valdres. Der schön gelegene Vangsmjøsa macht die Fahrt kurzweilig und die Landschaft hat schon etwas von Fjordnorwegen. Langgestreckter See, eingefasst von recht hohen Bergen. Aber es gibt auch viel Landwirtschaft und insgesamt ist die offene Fläche größer als wir das von Fjord-Norwegen kennen. Das Ziel ist Fagernes. Hier biegt der Riksvei 51 hinauf auf die Valdresflye ab. Es besteht auch die Möglichkeit vorher, z.B. über das Slettefjellet am Ostende des Seensystems abzubiegen. Schöne Aussichten überall garantiert.

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Ab Fagernes zieht sich die Straße gute 50 km das weite Hochtal hinauf. Die Besiedlung die Straße entlang ist recht dicht und Traditionen werden offensichtlich hochgehalten. So finden sich auch überall Abzweige hinauf zu Almbetrieben, die hier meist als "stølen" bezeichnet werden. Wir fahren im Frühjahr u.a. zum See Fullsenn und etwas weiter bergan zu einem der letzten stølen, dem Kjølastølen. Von dort sind es über das Skreddalsfjellet nur wenige Kilometer hinauf zu den Vinstriseen. Die Region heißt Øystre Slidre.

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Bygdinvegen

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Slettefjellet

Der Bygdinvegen ist typisch für einen südnorwegischen Gebirgsübergang. Es geht selten direkt steil hoch. Ausnahmen, wie z.B. Trollstigen oder ähnliche kurvenreiche und in den Fels gehauene Fahrwege, mal vernachlässigt. Der Rv51 zieht sich also lange hoch und führt hoch zu einer Hochebene, die über ca. 40 km durchquert wird. Das Besondere der Valdresflye, auf der im engen Sinne "nur" gut 10 km per Straße schnurgeradeaus überquert werden, sind die Gegensätze der Landschaften im unmittelbaren Umfeld. Nach Westen fährt man nahezu durchgehend an meist um die 2000 m hohen, eher alpineren Bergen vorbei. Nach Osten flachen die Jotunheimen-Berge in die Flya hin ab. Die weiten, flachen Formen dominieren. Der Jotunheimvegen, der an den Vinstri-Seen nach Osten führt, ist gut 50 km lang. Er verläuft als unbefestigter Weg bis zum Espedalen bzw. Skåbu. In der Verlängerung ist so auch das Gudbrandsdalen erreichbar.

Rücken des Slettfjellet
Bitihorn mit Hornstølen
Stølen unterhalb Bitihorn
Richtung Bygdin (im Frühjahr)

Bygdin

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Ausblick verschaffen hilft:

Bitihorn (1607 m)

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Valdresflye (1389 m)

Rv51

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Jotunheimen

B    y    g    d    i    n

Tatsächlich macht es bei einer Hochebene Sinn, den Weg nach oben zu suchen. Denn ohne die lärmende Drone bemühen zu müssen, kann man nach wenigen hundert Metern einen sehr guten Überblick über eine abwechslungsreiche Fjelllandschaft ostnorwegischer Prägung erlangen. Die "Begegnung" der hochalpinen Gipfelwelt Jotunheimens mit den so typischen Fjellplateaus, unter Einbindung der großen Seen Vinstri, Bygdin und Gjende in die Szenarie, ist hier oben ein Genuß. Wir starten vom Bygdin-Hotel am See und laufen über kleinere Vorgipfel am Raudfjorden entlang zum eigentlichen Aufstieg. Dieser ist steil, aber unproblematisch.

Bitihorn - Aufstieg und Blick nach Jotunheimen

Oben bleiben wir ein paar Stunden, um die topografischen Besonderheiten zu studieren. Die Gletscher und Grate und Gipfel des Ost-Jotunheimen zeigen die Herausforderungen, die eine Mehrtageswanderung in dieser Region bedeuten würde. Nicht vergleichbar mit den Wandermöglichkeiten auf der angrenzenden Hochebene. Und dazu die Vinstri-Seen mit ihren Hütten, die i.d.R. privat genutzt werden. Viele haben aber ihren Charme einer Alm nicht verloren. Vom Bitihorn reicht aber auch der Blick bis Beitostølen. Dort boomt der Wintersport und aus Hütten sind komfortable Ferienhäuser geworden. Moderne Liftanlagen helfen...

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Jotunheimvegen

Vinstri

Vinstri

Beitostølen

Rv51

Bitihorn - Gipfel, Ausblick zur Flya

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Valdresflye -

Tamreingebiet und Wanderparadies

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Nachdem wir uns einen Überblick verschaffen konnten und die eigentliche Flye schon von weitem bewundern konnten, wollen wir jetzt die spannende Straßenführung und die Wandermöglichkeiten erkunden. Autofahren macht hier wirklich Spaß. Das haben wir an anderer Stellen schonmal erwähnt. Hinter jeder Kurve und jeder Kuppe eröffnen sich neue Einblicke und aktive Menschen erkennen hier das Potential sehr schnell. Das Fjell hier wird aber auch intensiv zur Aufzucht und Haltung von halbwilden Rentieren genutzt. Während die meisten anderen Fjellgebiete hier im Süden das ursprüngliche Wildrentier beheimaten, wird hier im Ost-Jotunheimen das Tamrein gehalten. Vågå tamreinlag ist vergleichbar mit einer Genossenschaft. Die Hirten sind Vollzeit beschäftigt und betreuen die Tiere das ganze Jahr über. Interesse?

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JOTUNHEIMEN

Wer im Winter häufiger NRK-Radio hört, wird jeden Morgen unter der Rubrik Verkehr den Hinweis auf die Valdresflye hören. Die Straße wird lange offen gehalten und dann i.d.R. von 20 Uhr bis 8 Uhr gesperrt. Man will kein Risiko eingehen. Von Dezember bis irgendwann um Ostern wird sie dann aber "vinterstengt", d.h. sie ist dann voll gesperrt und wird auch nicht geräumt. Die Stangen am Straßenrand weisen auf die mögliche Schneemenge hin, die dann wieder aus dem Weg zu räumen ist. Hüttenbesitzer an den Vinstri-Seen nutzen dann die klassische Fotbewerung auf Ski.

Valdresflye - im Herbst.

Norwegen ist ein Land der Elemente. Wetter, Wind, Niederschlag,... sind sozusagen die "Schminke" dieses faszinierenden Landes. Wer Wasserfälle mag, der muss auch Wetter als etwas Selbstverständliches auffassen. Über nichts unterhalten sich die Norweger selber häufiger. Das Wetter oder "været". Die Jahreszeiten haben also einen ganz entscheidenden Einfluss und deshalb sind gerade die Übergangszeiten zwischen Sommer und Winter oder vom Winter ins Frühjahr hinein die Zeiten, in denen man Norwegen und seine Landschaften am intensivsten erleben kann. Der Herbst ist so ein Beispiel. Tolle Farben und spannende Lichtspiele machen gerade das Fotografieren so spannend. Und man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus...

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Erlebnis Trekking

Mit Sack und Pack hinein in die Landschaft statt sie "nur" aus dem Auto oder dem Womo zu bestaunen. Das können wir nur empfehlen. Weniger ist da durchaus völlig ausreichend, um tolle Erlbenisse mit heim zu nehmen. Denn das ist es doch, was Norwegen von dem klassischen Pauschalurlaub unterscheidet. Man lebt mit diesen Erlebnissen und später für diese Erlebnisse.

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Unvergessliche Fjell-Erlebnisse

Wir packen jedenfalls den Rucksack, um dem doch zunehmenden Trubel im Sommer rund um die Straße und auch dem Hyp um den Besseggen zu entgehen. Eine tolle Tour sicherlich führt hoch oben über dem Gjende und die Kombination mit der Bootsfahrt und einer Wanderung am westlichen Ende des Sees, im Jotunheimen, ist verlockend. Leider im Sommer in den letzten Jahren völlig überlaufen. Wartezeiten und Schlangestehen oben auf dem Berg sind nicht unser Ding. Wir wählen eine Tour auf der Flye. Die weite Ebene um die Fisketjerne und den dazugehörigen Fisketjernnuten wollen wir erwandern und dort ein paar Nächte verbringen. Dem Lärm der Straße entkommen... Die Rentiere sieht man natürlich auch nicht auf dem großen Parkplatz des Shuttle-Busses zum Gjende, sondern eher etwas abseits. Obwohl sie hier Menschen gewohnt sind.

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Flye 1389 (vor Neubau)

Riksvei 51

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Am Jotunheimvegen

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Vinstri

Skåbu

Von Süden kommend biegen wir kurz vor dem Anstieg hoch zur Flya nach rechts in den Jotunheimvegen ab. Ab hier ist der Weg wieder unbefestigt und kostenpflichtig, der Verkehr nimmt deutlich ab und die Landschaft ist nur leicht kupiert. Das Gefühl von Weite kommt hier erst recht auf. Die Blicke vor und zurück verleiten zum Fotografieren.

Auf dem Weg nach Osten suchen wir nach einer guten Zeltstelle. Flach, weiche Polster, ungestört und weite Aussichten. Das sind die Kriterien für die Suche. Am Austhøflågån werden wir fündig. Vereinzelte Hütten und manche Weggabelungen und viele kleine, lohnenswerte Höhen, von denen man herrliche Ausblicke hat. Das Interesse an den Pflanzen des Fjells wird hier auch befriedigt. Blumenführer nicht vergessen!

Austhøflågån

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Im Peer-Gynt-Reich: Gjende

Der Gjendesee gehört zu den absoluten Hightlights in Fjell-Norwegen und die Wandermöglichkeiten sind gerade auch in Richtung Jotunheimen schier unbegrenzt und vielfältig. Wir stellen die unmittelbaren Nahbereiche vor. Den Besseggen haben wir vor vielen Jahren im Frühjahr versucht. Leider versanken wir noch bis über den Oberschenkel im Schnee...

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Der See