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Sukkertoppen

Hier stellen wir eine Tour vor, die auch für Durchreisende auf der E6 von Interesse sein könnte. Abzweigend in Vinstra (sinnvoller mit PKW) oder Kvam (besser geeignet für Womos) steuern wir das als Kvamsfjellet ausgeschilderte Gebiet im gleichnamigen Fjell an. Die dortige, ausgedehnte Hüttensiedlung liegt zudem am super-idyllischen Furusjøen. Für sich gesehen schon ein schönes Ziel. Unser Ziel ist aber der auch als Sukkertoppen ausgeschilderte Berg oberhalb der Hütten. Eine Tour, die, zügig gegangen, in gut zwei Stunden zu bewerkstelligen ist. Lohnender natürlich: viel Zeit. Denn die Aussichten gehören sicher zu den Schöneren auf die Rondane-Bergen. - Wir haben das Fahrzeug vor der Schranke des kostenpflichtigen Wegs abgestellt. Wer von Vinstra kommt, fährt diesen "bomveg" durch das schöne Frydalen. Ausgesprochen lohnend. Auch als Übernachtungsplatz. Von der Schranke geht man wenige hundert Meter, um dann rechts schwenkend in ein im Ausbau befindliches kleines Hüttengebiet aufzusteigen. Erst den Fahrweg, dann den markierten Pfad...

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Sukkertoppen (rechts)

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Aufstieg im Wald

Die Tour führt zügig durch den Waldgürtel bergan. Ein Verlaufen ausgeschlossen. Schon bald öffnet sich die Landschaft. Ein paar kleinere Wiesenstücke werden gekreuzt. Danach kommen etwas steilere Absätze. Jeweils mit lohenden Verschnaufpausen und den erstmaligen traumhaften Aussichten auf dieses irre schöne Panorama. Vorne Frydalen, dann der Furusjøen. Im Hintergrund der felsige Riegel des Skerrelfjell, dessen vom Gletscher geschliffenen Flanken ins Auge fallen. Dann weiter hinten die große Attraktion. Die Rondane in aller ihrer Pracht. Fjellfreunde werden danach kaum weiter nach Norden wollen. 

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Ein Klassiker der Panoramen in Norwegen: Kvamsfjellet und Rondane.

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Das Ziel der Tour, der gut 1200 Meter hohe Sukkertoppen (Zuckerberg), ist dann schon lange markant erkennbar. Aber auch rund herum gibt es einiges zu sehen. Die Hüttensiedlung, das ferne Jotunheimen und im Norden die Blåhøe. Auch Fitte werden immer wieder mal verweilen und Luft holen müssen. Der recht steile, aber gut zu gehende Aufstieg raubt den Atem. Aber noch mehr die Aussicht auf den ältesten Nationalpark des Landes. Wir bewegen uns übrigens im Bereich des Tjønnsæterfjellet, welches einen recht hohen (bis 1400 Meter) Riegel zwischen Frydalen und Gudbrandsdalen bildet. Zudem beherbergt es einen kleinen, aber stabilen Stamm der scheuen Wildrentiere. Das Gebiet verzeichnet im Sommer immer wieder Besuche von Vielfraß (jerv) und Bären, der als Streiftier hier aber nicht wirklich "zu Hause" ist. Der jerv ist hier zu Hause.

Die vielen Steinmänner auf dem kompakten Gipfel fallen ins Auge. Hat man dieses Ziel erreicht, könnte man den Heimweg antreten. Andererseits lockt der nun flacher verlaufende Pfad dazu, noch etwas weiter zu gehen. Schon bald eröffnen sich weitere Ausblicke in das südlichere Frydalen und hinüber zu den markanten und bekannten Höhen im Venabygdfjellet. Insbesondere der Muen als kegelförmige Erscheinung begeistert. Wetten, dass ihr dann Lust auf die nächste Tour bekommt...

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Auch für Kinder dürfte diese kurze Tour in Frage kommen. Ein klares Ziel, überschaubarer Zeitraum und das erste Fjellglück, welches bei vielen hängen bleiben dürfte. 

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