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DOVRE NATIONALPARK

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DOVRE NATIONALPARK
Übersehene "Perle" zwischen Dovrefjell und Rondane.

Übersichtskarte Dovre NP.jpg

DOVRE NATIONALPARK

 Das stellen wir vor:

Grimsdalshytta

Einstieg Grimsdalshytta

Grimsdalshytta (9).JPG
Grimsdalshytta (7).JPG

Grimsdalshytta

Der Dovre Nationalpark ist ein eigenständiger Schutzbereich, dessen Hauptziel es ist, die dort kalbenden und die dort ihre Jungen aufziehenden Wildrentiere zu schützen. Der allgemeine Schutz der in Europa einzigartigen Tiere ist auch für die Rondane und das nahe Dovrefjell mit Sunndalsfjell wichtig, aber gerade im Dovre Nationalpark befinden sich vor allem auch für das Rondane-Ren extrem wichtige Lebensräume. Das trennende Grimsdalen gilt dabei als ebenso wichtiges Zuggebiet der Tiere. Deshalb wird das Tal auch recht konsequent über die Kalbungszeit im Frühjahr gesperrt. Bei der Frage, ob wir das Gebiet auf Rondafjell vorstellen wollten, waren wir zwiegespalten. Weniger Tourismus ist eigentlich ja gut für die Tiere. Wir hoffen, dass wir mit der Vorstellung einiger ausgesuchter Stellen der Kanalisierung und Sensibilisierung dienen, wenn wir die Pfade vorstellen. Das Fjellgebiet verfügt aufgrund der Grundbeschaffenheit auch über eine ausgprägtere Fjellvegetation als z.B. die Rondane.

Grimsdalshytta (8).JPG

Bjørnsgardssætre

Die sehr beliebte Region Grimsdalen/Haverdalen wird vor allem über die Grimsdalshytta erschlossen. Gute Räumlichkeiten und gutes Essen ziehen natürlich an. Die Öffnungszeit beschränkt sich im Sommer auf die Zeit zwischen Mitte Juni und Mitte September. Wenn es die Schneebedingungen zulassen wird Ostern und eben auch die restliche Zeit als Selbstbedienungsmöglichkeit über den DNT-Schlüssel angeboten. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Bjørnsgardssætre, in dessen Rücken die Kattuglehøe markant hervorsticht. Im Prinzip bestehen mehrere Möglichkeiten von der Grimsdalshytta zu starten. Wir möchten die beiden Pfade Rondanestien, der fast durchgehend nordwärts in Richtung Dovrefjell und Hageseter führt, und den gut sichtbaren Pfad entlang den Ausläufern der Kattuglehøe in Richtung Westen und zentrale Bereiche des Parks, beschreiben. Die Hochfläche im Süden verbindet beide.

Grimsdalshytta (4).JPG
Grimsdalshytta (11).JPG

Einstiege in den Nationalpark

Impressionen Pfadverläufe

Fallfossen

Fallfossen/Tal der Tverråe

Wir starten die Beschreibung mit dem Einstieg per Grimsdalshytta und per "Rondanestien". Der als Fernwanderweg bekannte Pfad ("stien") beginnt praktisch kurz hinter Oslo, in der Bjørvika. In dessen nördlichen Verlauf wird die im weitesten Sinne Rondane durchquert. Manche beginnen die Tour auch gerne erst bei Sjusjøen/Lillehammer, um dann insgesamt mehrere hundert Kilometer, bis Hjerkinn auf dem Dovrefjell, zurückzulegen. Insofern ist der hier zu beschreibende Teil fast das Endstück einer sehr langen Reise. Der Aufstieg hinter der Grimsdalshytta windet sich recht angenehm über sandige Moränen der Eiszeit hinein in das Tal des Flusses Tverråe. Und eines ist sicher: Ihr werdet überrascht sein, wie grün, tiefeingeschnitten und wasserreich dieser Teil des Fjells sein kann. Nach wenigen Kilometern öffnet sich dieses schöne Flusstal und an dessen Ende leuchtet das weiße Band des zumindest international nahezu unbekannten Fallfossen. Sensationen sucht man hier vergebens. Dafür aber den superschönen Übergang des engen Tals hinauf auf die weite Hochfläche des Dovre Nationalparks. 

Erster Anstieg ins Tal
Erster Anstieg ins Tal

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Blick zurück Richtung Grimsdal
Blick zurück Richtung Grimsdal

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Einschnitt der Nørdre Tverråe
Einschnitt der Nørdre Tverråe

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Erster Anstieg ins Tal
Erster Anstieg ins Tal

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Fallfossen (14).JPG

Fallfossen

Von Beginn an kann man hier nur von einer Genußwanderung sprechen. Auf fast jedem Schritt zeigt sich das wildromantische Tal in neuer Perspektive und neuen Eindrücken. Zudem ist es durchaus spannend, den Rondanestien hinauf auf die Hochfläche zu folgen. Leider ereilt uns nach dem ersten längeren Anstieg die Erkenntnis, dass wir gleich im nächsten Moment wieder weit hinunter müssen. Denn der Zulauf des Nørdre Tverråe, die quasi aus dem Bereich der Gråhøe entwässert, hat sich ebenso tief in die Landschaft gegraben, so dass es unmittelbar nach Flussüberquerung steil hinauf gehen wird. Hier sollte man sich Zeit nehmen, um nicht gleiche alle "Körner" zu verschießen. Denn oben erwartet uns die Weite des norwegischen Fjells. Es soll ja noch ein paar Stunden hinein in den Park gehen. 

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Tal der Tverråe

Der Rondanestien wird zum einen tatsächlich von Fernwanderern genutzt. Viele gehen den Stieg aber auch, um lediglich die Hochfläche zugenießen oder die etwa in der Mitte der Route Grimsdalshytta-Hageseter gelegende Steinbuhøe zu erreichen. Dort oben findet sich sicher eines der tollsten Panoramen der Großregion Dovrefjell-Dovre-Rondane. Mehr dazu unten. - Die tiefen Einschnitte in die Weite des Fjells sind typisch für den Dovre Nationalpark. Dieses Phänomen findet sich an mehreren Stellen und unterscheidet z.B. vom nahen Dovrefjell, welches ja auch im Zentrum mehr alpinere Formen aufweist. Kurz vor Erreichen des Plateaus grüßt der Fallfossen letztmalig, um auch schon mit der Pikhetta im Hintergrund die typischen Bergformen zu zeigen. Diese werden uns oben stetig begleiten. Dies macht das Wandern leicht und lädt sozusagen alle ein...

Fallfossen (13).JPG

Talende: Fallfossen, hinten Pikhetta

Hochfläche im Süden

Hochfäche Süden
Südliche Hochfläche (10).JPG

Eigentlich ist es egal, welchen Aufstieg man wählt. Sowohl die Variante über Fallfossen und Rondanestien als auch die über die Ausläufer der Kattuglehøe eröffnen sehr bald Aussichten vom Feinsten. Das fruchtbare Setertal Grimsdalen bestimmt zunächst die Szenerie, um mit jedem Höhenmeter der Silhouette der Rondane nachstehen zu müssen. Besonders leicht erkennbar: Die Pyramide des Høgronden. Merken sollte man sich auch den langen Bergrücken der Gravhøe, der das Grimsdalen vom Haverdalen trennt.

Grimsdalen und Rondane 

Tal der Tverråe, hinten Rondane
Tal der Tverråe, hinten Rondane

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Høgronden & Co.
Høgronden & Co.

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variierte Vegetation
variierte Vegetation

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Tal der Tverråe, hinten Rondane
Tal der Tverråe, hinten Rondane

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Bei uns ist es stets blanke Neugierde, die uns die in Teilen ja durchaus anstrengenden Aufstiege bewältigen lässt. Ganz jung sind auch wir nicht mehr, so dass wir sehr gerne die Höhenmeter minimieren möchte, ohne etwas verpassen zu müssen. Letztlich lieben wir die Weite der Hochebenen, die es beinahe überall in Norwegen zu entdecken gibt. Leichtes Laufen mit Ausdauer. Viel Zeit zum Genießen, aber sicher auch mal für den einen oder anderen Gedanken. Wenn das nicht gesund ist. Zumal wir ja auch gerne Sprache und Land kennenlernen wollen. Nach wenigen Bergtouren kommt die angemessene Fitness von alleine.

Grimsdalshytta-Hageseter
Grimsdalshytta-Hageseter

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Hochfläche und Rondane
Hochfläche und Rondane

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Grimsdalshytta-Hageseter
Grimsdalshytta-Hageseter

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Grimsdalshytta-Hageseter
Grimsdalshytta-Hageseter

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Ab etwa 1000 m bewegt man sich fast in der Ebene und doch laufen wir stundenlang geradeaus. Ab hier ist Übersicht angesagt. Wir verlassen linker Hand optisch immer mehr die markante Kattuglehøe, um in der Folge der westlich gelegenen Gråhøe zu folgen. Wenige seichte Senken und Höhen werden überwunden, um immer wieder stehen zu bleiben und in alle Richtung zu träumen. Nach Osten ständige Begleiterin die Pikhetta mit ihrer hübschen Form. In der Ferne, fast am Horizont erahnt man die Steinbuhøe mit ihrer einzigartigen Aussicht. Und nicht zu vergessen entfernen wir uns zwar von Grimsdalen und der Rondane, aber Letztere wird immer sichtbarer, weil wir auch noch ein paar wenige Höhenmeter machen. Herrlich!

Südliche Hochfläche (26).JPG
Südliche Hochfläche (25).JPG

Mit dem Tele lassen sich sehr schöne Motive erkennen, die die Dramatik der Landschaft noch betonen. Und sicher kann man sich im norwegischen Sommer auf die wilden Lichtspiele auf Gipfeln, Höhen und Talläufen verlassen. Man stelle sich vor, man müsse sich in der Anzahl der Bilder noch zurückhalten. Inflation auch hier. Wandertechnisch ist die Route Grimsdalshytta-Hageseter sehr einfach zu finden. Gute Markierungen und an der "schwierigsten Stelle", kurz vor dem Abzeig hinauf zur Steinbuhøe (hier geradeaus!) per Wegweiser mit Beschilderung, machen es leicht auch den langen Weg hinüber zum Dovrefjell zu wandern.

Südliche Hochfläche (23).JPG

Steinbuhøe, links

links Pikhetta
links Pikhetta

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namenloser Bach
namenloser Bach

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Höhe Gråhøe
Höhe Gråhøe

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links Pikhetta
links Pikhetta

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Südliche Hochfläche (2).JPG

Ewiger Begleiter auf der Hochfläche im Süden des Parks: Pikhetta.

Jenseits des Grimsdalen hell erleuchtet der Tron bei Alvdal.

Steinbuhöe

Panorama Steinbuhøe-
Traumkulisse Dovrefjell/Rondane.

Steinbuhøe (13).JPG

Die entscheidenden Wegmarken sind die oben beschriebenen Wegweiser aus Holz, die ein Verlaufen unmöglich machen. Vom Grimsdal kommend (Rondanestien) gehen wir an diesen Markierungen geradeaus. Der Pfad verliert sich in der zunehmend steiniger werdenden Ebene. Minimal noch der Anstieg und die vielen Steinmänner und -frauen grüßen und motivieren zugleich. Als wir die Tour machten, wussten wir überhaupt nicht, was uns dort oben erwarten würde. Warum so was nirgendwo beschrieben ist, bleibt ein Rätsel. Die Einheimischen waren jedenfalls zahlreich unterwegs. Das Panorama dort oben ist mit dem Bild oben verzerrt angedeutet. Hinten die Gråhøe, links bzw. hinter uns die komplette Rondane und nach Norden das majestätische Dovrefjell mit Snøhetta und Svånåtinden u.a. Genial!!

kurz vor der Steinbuhøe
kurz vor der Steinbuhøe

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Dovrefjell im Sonnenglanz
Dovrefjell im Sonnenglanz

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Blick zurück: Rondane
Blick zurück: Rondane

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kurz vor der Steinbuhøe
kurz vor der Steinbuhøe

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Wie gerne ziehen wir uns hier oben etwas wärmer an. Obwohl die Sonne weiterhin scheint. Aber man ist doch etwas feucht im Rücken und zum Genießen gehört auch die Achtsamkeit. Hier oben evt. etwas zu kochen oder die geschmierten Brote zu vertilgen ist unvergesslich. Auch, wenn es übertrieben klingt. In aller Ruhe schauen wir uns die Bergkulisse an. Die Highlights sind bereits genannt. Das von Moränen und sandigen Buchten des Flusses Gautåe durchzogene Hochtal ist wunderbar anzusehen. Immer hoffen wir auf wilde Rentiere. Damit das aber gelingt, müsste man jetzt ein paar Stunden ausharren. Ansonsten fast chancenlos. Die Tiere tragen die Urinstinkte ihrer Rasse in sich und sind immer Jagdbeute gewesen. Ob beim Raubtier oder beim Menschen. Uralte Fanggruben und Fanganlagen verteilen sich auch im Dovre Nationalpark.

Veslhjerkinntjønnin und Storhøe
Veslhjerkinntjønnin und Storhøe

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Hütte am Veslhjerkinntjønnin
Hütte am Veslhjerkinntjønnin

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Traumkulisse Dovrefjell
Traumkulisse Dovrefjell

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Veslhjerkinntjønnin und Storhøe
Veslhjerkinntjønnin und Storhøe

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Steinbuhøe (4).JPG

Snøhetta

Die Ausläufer des Parks in Richtung Norden stehen auf unserer Liste für die nächsten Jahre ganz oben. Avsjøhøe oder der hiesige Falketind (nicht zu verwechseln mit dem Falketind der Rondane). Auch unübersehbar das Schutzgebiet der überraschend großen Seen der Veslhjerkinntjønnin. Hier verschlägt es uns weiter unten hin. Über Gravbekklien, erreichbar vom weiten Folldalen, besteht die Möglichkeit, dort etwas leichter hinzukommen. Beim Verlassen der Steinbuhø schwören wir uns: Diesen Platz haben wir nicht zum letzten Mal besucht!

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Kattuglehöe

Kattuglehøe-
Markanter Gipfel im Süden

Kattuglehøe (13).JPG

Wer z.B. von der Gravhøe (Rondane) oder der etwas weiter entfernten Hornsjøhøe Richtung Dovre Nationalpark schaut, dem fällt ein Berg besonders ins Auge. Einmal, weil er sozusagen am wichtigsten Eingangstor des Parks steht. Zum anderen aber, weil die Kattuglehøe recht markant ist und gerne mit einem Schneeband geschmückt daherkommt. Wir beschreiben hier nicht die Besteigung des Gipfels, auch weil dieser im Sommer gerne vom Ren aufgesucht wird.

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