Kaupanger (21).JPG
Black on White.png

SOGNEFJORD

SOGNEFJORDEN
Superlativen im Fjordland.

 Das stellen wir vor:

Update Sommer 2022

Neu

 

Der äußere Sognefjorden zwischen Hyllestad und Høyanger

Äußerer Sogn (3).JPG

Larvik

Von der Fjordmündung bei Dingja bis Høyanger

Äußerer Sogn (15).jpg

Dingja

Wir beginnen unsere Reise am längsten Fjord der Welt (204 km), wenn man den Scoresbysund auf Grönland mal nicht einbezieht. Dieser ist über 300 km, aber kaum besiedelt. Der Sognefjorden ist zudem an seiner tiefsten Stelle über 1300 m tief. Also in etwa so tief, wie die Berge links und rechts in den Himmel ragen. An seiner Mündung, der Sognsjøen, ist er kaum mehr als 100-300 m tief. Bei Dingja lassen wir uns vom Anblick der gegenüber liegenden Insel Sula bzw. der Gemeinde Solund fesseln. Die felsige Küstenlinie erweckt den Eindruck einer völlig unbewohnten Insellandschaft. Dem ist aber nicht so. - Ein Aufenthalt auf Solund ist unsererseits geplant...

Äußerer Sogn (13).JPG

Frühe Fähre von Larvik

Der Sognefjorden ist fast durchgehend besiedelt. Allerdings gerade auch am Südufer recht dünn. Am Nordufer verläuft im Wesentlichen die E39 bzw. im weiterer Verlauf der Riskvei55, der bis hinauf auf das Sognefjellet führen wird. Nur auf einem Stück beim Høyangsfjorden verlässt die Straße das Fjordufer. Auf der Südseite handelt es sich um meist schmale Straßen, die nicht selten etwas stärker steinschlag- und lawinengefährdet sind. Im Bereich der Fjordperle Finnfjorden, erreichbar nur mit Hilfe eines Auflugsbootes von Vik aus, und beim Arnafjorden gibt es keine Straße. Wichtige Fährpassagen finden sich bei Rysjedalsvika/Rutledal und vor allem Larvik/Oppedal. Von Rysjedalsvika erreicht man auch Solund auf dem Wasserweg.

Im äußeren Bereich des Fjords kommt man sich nicht selten wie am offenen Meer oder an einem riesigen See vor. Die Wasserfläche ist hier bis zu 5 km weit, bis sich auf der anderen Seite die Berge erheben. Nicht selten lassen sich von den schönen Felsbändern am Ufer Kleinwale beobachten. Auch ein kühles Bad kommt im Sommer durchaus in Frage. Der Lifjorden und der Hyllestadfjorden sind Ausbuchtungen des Sogenfjorden im nördlichen Teil der Mündung.

Äußerer Sogn (8).JPG

Hyllestadfjorden

Wer von Bergen kommt, wird in der Regel dem Verlauf der Europastraße 39 folgen. In deren Verlauf ist die viel frequentierte Fähre von Oppedal zu nehmen, wenn die Reiseziele am Nordufer oder Richtung Nordfjorden liegen sollten. Aber gerade auch am weniger besuchten Südufer lassen sich viele kleine "Sensationen" entdecken. Beispielsweise der Hestfossen-Wasserfall bei Bjordal. Dort geht es auch hinauf nach Stølsheimen. Ein kompakteres Fjellgebiet für norwegische Verhältnisse. Von Larvik aus hat man die Qual der Wahl. Weiter nach Norden oder doch wieder hinaus zum offenen Meer? Oder eben doch besser landeinwärts, mit dem markanten Zielort Balestrand. Dort steht u.a. das berühmte Kviknes Fjordhotel und dort verkehren Fähren in alle Himmelsrichtungen.

Äußerer Sogn (1).jpg
Äußerer Sogn (4).JPG

Larvik

Hestfossen
(bei Bjordal)

Balestrand-
...wo König Bele zu Hause war...

 

press to zoom

press to zoom

press to zoom

press to zoom
1/8

Balestrand liegt ungefährt mittig im Verlauf des Sognefjorden und dort macht der Meeresarm eine S-Kurve. Eine markante Verzweigung des Fjordsystems führt uns unten nach Fjærland. Einige Übernachtungsbetriebe, wie z.B. das Kviknes Hotel oder einige Hütten und Ferienhäuser, finden sich in und bei Balestrand. Der Wikingerkönig Bele war hier zu Hause und bei Dragsvik verkehren die Fähren zum einen dem Rv55 folgend in Richtung Sogndal und zum anderen nach Süden hinüber nach Vangsnes und anschließend Vik. Dort hat man die Möglichkeit über das Vikafjellet in Richtung Hardanger weiterzureisen. Im Winter aber sehr häufig gesperrt und dann sind die Wege z.B. nach Bergen sehr lang.

Balestrand (24).jpg

Auch am Sognefjorden hat die Obstblüte eine gute Chance. Das milde Klima macht es möglich.

Balestrand (4).JPG
Balestrand (3).JPG

Über den Landweg kann man auch im Sommerhalbjahr über das Gaularfjell landeinwärts reisen. In engen Serpentinen windet sich die schmale Straße hinauf ins Fjell. Vorher passiert man den Esefjorden. Eine Augenweide für diejenigen, die das klassische Fjordmotiv suchen. Gerade im Mai mit der Blüte und üppigen Vegetation im Kontrast zu den schneebedeckten Bergen wunderschön. Im Winter allerdings lawinengefährdet.

Balestrand (23).jpg
Balestrand (22).jpg

Wir gehören ja zu der Spezies Norwegen-Liebhaber, die eine Wartezeit am Fähranleger eher erfreut zur Kenntnis nehmen und mit Fotoausrüstung oder Angel unterwegs sind. Ganz so wie mancher Norweger auch. Eilig sollte man es hier auf gar keinen Fall haben. Auf immer noch teilweise engen Straßen wäre das auch durchaus gefährlich.

hinten Hella
hinten Hella

press to zoom
Dragsvik
Dragsvik

press to zoom
Menes
Menes

press to zoom
hinten Hella
hinten Hella

press to zoom
1/5

Dragsvik

In Balestrand selber findet sich u.a. ein Museum, welches sich mit dem Thema Tourismus in Norwegen beschäftigt. Auch das örtliche, kleine Aquarium gibt leicht zugängliche Einblicke in diese Landschaft aus Wasser und Bergen. Für die Tourengeher bieten sich viele leichte Wege die Hänge hinauf an. Die Aussicht wird zwangsläufig begeisternd...

press to zoom

press to zoom

press to zoom

press to zoom
1/7

Gaularfjellet

Vik und Vangsnes

 

Nach wunderschöner Fährfahrt legen wir in Vangsnes an. Diese Häuseransammlung liegt auf einer fruchtbaren größeren Halbinsel im Fjord. Die Spuren der Besuche von Kaiser Wilhelm II sind erkennbar. Er stiftete eine Statue des Wikingerhelden Fritjof. Der deutsche Kaiser war großer Liebhaber Norwegens und verbrachte oft freie Zeit in den Fjorden.

Kvassdalen, hinten Aufstieg Vikafjellet
Kvassdalen, hinten Aufstieg Vikafjellet

press to zoom
Kvassdalen von oben
Kvassdalen von oben

press to zoom
Vikafjellet
Vikafjellet

press to zoom
Kvassdalen, hinten Aufstieg Vikafjellet
Kvassdalen, hinten Aufstieg Vikafjellet

press to zoom
1/8

Wenn man von Süden und Voss kommt, kündigt sich der Aufstieg ins Vikafjell von Weitem an. Lange fährt man direkt auf die Serpentinen im Talschluss zu, um dann, typisch Norwegen, sehr schnell vom fruchtbaren Talgrund ins karge Kahlfjell aufsteigen zu können. Oben findet sich eine begeisternde Weite und eine ganze Reihe von kurzen und langen Tourenmöglichkeiten. Man muss sie nur entdecken. In der Ferne sichtbar wird u.a. der Fresvikbreen und weiter weg das riesige Plateau des Jostedalsbreen.

Vik (8).JPG

Vik i Sogn

Wenn der Ort in der Bucht liegt, kann dieser nur Vik heißen. So der norw. Ausdruck. Und schöner kann ein Fjordort nicht liegen...

Vik (4).JPG
Vik (18).jpg

In der Gemeinde Vik leben ca. 2700 Menschen meist von Landwirtschaft und Tourismus. Die größere Attraktion im Ort ist die Hopperstad Stabkirche. Sie ist zusammen mit Urnes (Luster) eine der ältesten erhaltenen Stabkirchen des Landes. Der 1130 errichtete Bau in der charakteristischen Mischung aus christlichen und heidnischen Merkmalen steht im Ort und wird regelmäßig von Busladungen von Touristen aus der ganzen Welt angesteuert.

press to zoom

press to zoom

press to zoom

press to zoom
1/5
Vik (11).jpg

Hopperstad

Die Kombination aus alter Holzkirche und der klassischen Fjordlandschaft begeistern und man fühlt sich in alte Wikingerzeiten zurückversetzt. Die Führungen werden in mehreren Sprachen durchgeführt und für viele eine interessante Abwechslung vom "Landschaftkonsumieren".

 

Bücher- und Gletscherdorf: Fjærland

Noch in den 1990zigern waren wir "dabei": Nur per Fähre gelang die Weiterreise nach Fjærland und kein Tunnel brachte uns zügig von West nach Ost und von Ost nach West. Genau das hatte aber den Flair, den diese Landschaft wirklich begreifen ließ. Heute führen die Tunnel von Sogndal über Fjærland bis hinaus zwischen Nordfjord und dem äußeren Sognefjorden. Die Touristenfähre verkehrt aber auch noch. Der Ort selber liegt idyllsich entlang des Fjords und die Ausläufer des Jostedalsbreen funkeln im Panorama im Innerden des Tals.

press to zoom

press to zoom

press to zoom

press to zoom
1/6

Der Ort Fjærland

Fjærland (20).JPG

Was begeistert so an dieser abwechslungsreichen Mischung aus Wasser und Fels, dem Fjordland? - Das stets wechselnde Licht und die Gegensätze aus lieblichen Ortslagen und lebensfeindlichen Bergen und Gletschern? Sicher. Zum Beispiel. Aber jeder kann hier seine Fantasie und seine Sinne fließen lassen. Das macht die Erholung aus.

Die Ufer des Fjærlandfjorden sind ganz überwiegend unbewohnt. Schon in alten Zeiten eine Herausforderung für die Menschen, die hier lebten. Straßen und Fahrzeuge gab es nicht und das zum Leben Wichtige wurde mühsam an Fjordufern und auf den Almen erwirtschaftet. Die Wasserwege führten hinaus zum Meer und auch die Fjordfischerei hat eine geringere Bedeutung.

Fjærland (4).JPG
Fjærland (19).JPG

Mundal

Fjærland (22).JPG

Jostedalsbreen

Der Flatbreen blinkt meist gut sichtbar in der Sonne und auch über das Supphelledalen stiegen die Menschen hinauf zum Gletscher. Meist auf dem Weg, um Ware zu tauschen, in West oder Ost. Die Geschichten rund um den Jostedalsbreen erzählt man besonders gut und anschaulich im örtlichen Museum. In Modellen erhält man einen guten Eindruck über das Fjordsystem, die Gletscherarme und auch z.B. über die Entwicklung im Bereich Verkehr. Ein wichtiges Thema in Westnorwegen.

Fjærland (14).JPG

Wir fahren ein Stück hinein in das Bøyadalen, welches uns zum Tunnel nach Skei i Jølster führt. Auf der Fahrt dorthin begeistert uns der Anblick des Bøyabreen, der oben an der Kante liegt. Auch er schmilzt, aber auch heute noch ist dieser sehr eindrucksvoll.

press to zoom

press to zoom

press to zoom

press to zoom
1/4

Bøyabreen

Fjærland (17).JPG
Fjærland (15).JPG

Kvannholtnipa

Auf dem kleinen Parkplatz unterhalb des Gletschers machen wir Rast und bereiten das bescheidene Mittagsessen zu. Im Angesicht des ewigen Eises aber mal wieder eher zweitrangig. Man ist doch mit weniger zufrieden. Vom Kvannholtnipa stürzen die Wassermassen im Sommer hinab. Hinein in das gletschergrüne Wasser des Sees unterhalb.

Bøyadalen
Bøyadalen

press to zoom
Bøyafjellstølen
Bøyafjellstølen

press to zoom
Bøyadalen
Bøyadalen

press to zoom
1/2

Autofahren in Norwegen, das hatten wir an anderer Stelle schon erwähnt, hat Suchtcharakter, weil sich stets neue Eindrücke ergeben. 40 km in Deutschland sind ohne Zweifel stressiger und langweiliger. Hier "freut" man sich auf die nächste Kurve. Wohlwissentlich, dass dahinter etwas auf uns wartet. Mit der Erfahrung von heute aber eine ganz klare Empfehlung: Schaut euch die Details an und nimmt euch Zeit.

Fjærland (21).JPG

Riksvei 5

Fjærland nennt sich auch gerne "Der Ort der Bücher". An mehreren Stellen finden sich kleine Läden und Bibliotheken. Und in leicht zugänglichen Behältnissen finden sich Bücher, die man vor Ort lesen kann oder aber Exemplare, die zum Verkauf anstehen. Mundal ist das Zentrum der Gemeinde Fjærland und befindet sich direkt am Fjord. Hier stehen alte Holzhäuser dichtgedrängt nebeneinander, die Geschichte der Kirche von Mundal reicht bis ins Jahr 1860 zurück. 

Leikanger bis Hella

 

Wir setzen unsere Reise entlang des 204 km langen Sognefjorden fort. Nach Ankunft am Fähranleger in Hella warten einige Kilometer schmale Straße auf uns. Möglicherweise mittlerweile ausgebaut geht es weiter hinüber zu den Verwaltungszentren Leikanger/Hermannsverk und später Sogndal.

Balestrand (5).JPG

Das Besondere hier ist nicht der schroffe Berg oder der dramatische Fjordverlauf, sondern die liebliche Lage der Orte, eingebettet in teils Obstplantagen, vor der Kulisse der riesigen Wasserfläche des großen Fjords. Die Berge dominieren nicht mehr so stark, wie z.B. in Fjærland.

press to zoom

press to zoom

press to zoom

press to zoom
1/8

Viele sehr gepflegt wirkende Häuser, oft mit traumhaften Lagen direkt am Wasser, beeindrucken und die Funktionen lassen darauf schließen, dass hier "wichtige Leute" sitzen. Etwa der sogenannte "statsforvalteren". Vielleicht zu umschrieben als Verwalter der staatlichen Interessen und Behörden. Auch Kontrollinstanz der kommunalen Ebene. Leikanger hat seine Selbstständigkeit an den größeren Ort Sogndal abgegeben.

Leikanger (2).JPG